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Laotisches Neujahr in Vientiane Laos feiern

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Durch einen Freund hatten wir das große Glück zum ersten Mal Business Class von Seoul nach Bangkok zu fliegen. Ich hatte sehr unterschätzt wie groß der Unterschied zwischen Economy und Business sein kann. Statt nur ein wenig mehr Beinfreiheit, Service und besserem Essen hat man tatsächlich extrem mehr Komfort und Service. Wir haben den Flug dadurch (und durch den dauernden Nachschub an Champagner und Gin-Tonic) um Einiges mehr genießen können und hoffen, dass dies nicht unser letzter Business Class Flug gewesen sein wird. Besonders bei längeren Strecken würde es sich anbieten, wenn es der Preis doch öfters zulassen würde. Also vielen Dank, wir sind nun für die Economy Class versaut worden. 😉

In Bangkok angekommen, ruhten wir uns zunächst für eine Nacht im Hotel aus, bevor wir mit dem Bus für ca. 33,78 € (zwei Personen) an die Grenze zu Laos fuhren. Obwohl der Bus für die Fahrt bereits 9 Stunden benötigte, kamen wir mit einer weiteren Stunde Verspätung an der Grenze an. Nachdem wir ausgereist sind, ging es mit einem Bus für 20 Baht (ca. 45 Cent) pro Person über die Friendshipbridge zur Einreise nach Laos. Nachdem wir die Visa Angelegenheiten erledigt hatten, erfreuten wir uns wie geplant von Thuns laotischer Verwandtschaft abgeholt zu werden. Obwohl wir für die Familie Fremde waren, wurden wir sehr herzlich empfangen.

Auch in den nächsten Tagen bewies der Anschluss zur Familie für uns ein großer Vorteil zu sein, da wir nicht nur die Stadt Vientiane intensiver kennenlernen konnten, sondern auch das Laotische Neujahr mit den Laoten feiern konnten. Außerdem freuten wir uns auch besonders über den Besuch von unseren Freunden Kim aus der Schweiz und Lasse aus Deutschland!

Am ersten Tag besuchten wir Sehenswürdigkeiten wie den Buddha Park (Eintritt: 5.000 Laotischer Kip, ca. 45 Cent), den Pha That Luang Tempel & Museum (Eintritt: 5.000 Laotischer Kip, ca. 45 Cent) und den Arc de Triomphe Patuxai auf. Der Buddha Park zeichnet sich durch eine große Sammlung an buddhistischen und hinduistischen Steinfiguren aus. Am darauf folgenden Tag wurden wir auf eine wirklich tolle Flussfahrt genommen, wo wir auf dem Boot einige leckere laotische Gerichte genießen konnten. Dem Anlass entsprechend natürlich hauptsächlich Fischgerichte. Zwischenstopp machten wir auf einer kleinen verlassenen Insel um ein wenig die Beine zu vertreten. Zu unserem Pech zog ein starkes Gewitter auf und unser Bootsführer bekam den Anruf vom Land, dass es zu unsicher sei mit dem Boot umzukehren, so dass wir auf der Insel verharren müssten bis das Unwetter vorbeigezogen sei. Kurzerhand flüchteten wir zu einem verlassenen Wasserpolizeihäuschen, was uns mehr Sicherheit und Schutz vor dem Regen bieten sollte.

Das Glück war auf unserer Seite, das Gewitter zog relativ rasch rüber und verlief harmlos, so dass wir endlich zum Land wieder übersetzen konnten. Der Stimmung hatte es allerdings keineswegs Abbruch getan und wir hatten großen Spaß auf der Insel.

Der Nachtmarkt am Fluss Mekong überraschte uns nicht wegen den vielen Ständen mit Kleidung, Dekorationsartikeln, Souvenirs sowie natürlich Essen, sondern dadurch, dass wir angenehmer Weise von niemanden an den Ständen bedrängt wurden. Wir konnten in aller Ruhe über den Markt schlendern und uns die Ware ansehen. Auch in den folgenden Tagen stellten wir fest, dass die Laoten zwar sehr gesellig und gastfreundlich sind, aber von ihrer Art her angenehm zurückhaltend sind.

Einziges Manko ist, dass viele Laoten kein Englisch sprechen und wir dadurch ab und zu Kommunikationsschwierigkeiten hatten. Aber irgendwie findet man sich immer zurecht, wenn man z. B. bei der Essensbestellung nicht so wählerisch ist. Viele traditionelle und laotische Gerichte wie Laab und Papaya Salat gibt es fast überall. Auch ein typisches laotisches Barbecue konnten wir bereits genießen. Nur scheinbar können die Laoten Einiges mehr essen oder wir essen einfach zu schnell. 🙂

Das Neujahrsfest (Pi Mai), welches in diesem Jahr vom 15.04. bis zum 17.04. stattfand, hatten wir uns aufgrund der hohen Temperaturen um die 40 Grad weniger spaßig vorgestellt als es schlussendlich war. Die Familie von Thun nahm uns zu traditionellen Tempelbesuchen und weiteren Ritualen mit und erklärte uns auch die jeweilige Bedeutung. Überraschenderweise gestaltete sich der Tempelbesuch am Vormittag recht gesellig und mit viel Essen. Tradition am Laotischen Neujahr ist es sich mit Wasser gegenseitig nass zu spritzen. Ursprünglich tat man dies bei den älteren Menschen und bei Mönchen um für ein langes Leben und Frieden zu bitten. Zudem wird damit zu Beginn der Regenzeit um Regen für die Ernte gebeten. Inzwischen findet aber überall eine lustige Wasserschlacht statt, die eine schöne Abkühlung an den heißen Tagen bringt. Die fiese Steigerung erlebten wir dazu mit Eiswasser und Babypuder. Besonders lustig war die Aktion mit dem Pickup, welcher mit Wassereimer beladen war, durch die Straßen zu fahren und sich gegenseitig nass zu machen. Gerne wird auch das Laotische Neujahr von den Einheimischen länger als die drei Tage gefeiert. Man sollte sich aber auf jeden Fall darauf einstellen, dass an den Feiertagen viele Geschäfte und Restaurants geschlossen haben.

Die Laoten wissen eindeutig wie man das Neujahr zu begehen hat sowie mit dem heißen Wetter umzugehen. Wir hatten sehr viel Spaß!

Frohes Neues Jahr! 😉

Judith und Thorsten

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