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Spannende Zeit – Bangkok und die Demonstrationen

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Kaum ein Tag verging, wo wir nicht angerufen oder angeschrieben wurden, ob bei uns alles in Ordnung ist. Die Medien berichten fast ohne Unterlass über die Demonstrationen in Bangkok. Den geplanten Shutdown für die ganze Stadt hat die Oppositionsseite nicht geschafft. Dafür wurden aber erfolgreich einige wichtige Straßenkreuzungen blockiert, die u.a. den innerstädtischen Verkehr blockieren bzw. eher verlangsamen.

Wir haben die Demonstrationen – anders als von den Medien berichtet – als sehr friedlich wahrgenommen. Die Menschen singen und tanzen. Man erhält als Tourist eher das Bild von einem Straßen- oder Volksfest. Insgesamt scheint die Oppositionsseite sehr gut organisiert zu sein. Es gibt den ganzen Tag von morgens bis abends ein Showprogramm, eine kostenlose Essensverteilung, Duschen, Toiletten sowie natürlich auch für den Notfall oder kleinere Fälle Sanitäter. Zudem wurden auch Zelte ausgegeben.

Aber auch wenn wir die Nachrichten als teilweise zu überspitzt wahrgenommen haben, handeln wir nicht naiv, da die Stimmung auch jederzeit kippen könnte. Außer Acht lassen wir auch natürlich nicht die Angriffe auf die Oppositionsführer, die tödlich endeten. Scheinbar wurden die Angriffe aber gezielt ausgeübt. Somit haben wir uns nach Möglichkeit weitestgehend von den Menschenmassen ferngehalten. Wir mussten aber auch einige Touristen beruhigen, welche dachten sie müssten z. B. nun Essens- und Wasservorräte ansammeln. Man kann ohne Probleme Sehenswürdigkeiten in Bangkok besichtigen, Shoppen gehen und auch auswärts essen gehen. Wir empfehlen einfach eine gesunde Vorsicht, aber überängstlich durch die Straßen laufen, muss man auch nicht.

Aus diesem Grund haben wir es uns nicht nehmen lassen und haben einige weitere Sehenswürdigkeiten von Thailand besichtigt. Neben dem tollen Abend, den wir mit Mathias und seiner Familie in ihrem Urlaub verbracht haben, haben wir zu unserer Freude auch die Sehenswürdigkeiten nicht alleine, sondern mit unseren Freunden Kim, Marco und Thun sowie ihrer Familie angesehen. Wir haben uns sehr gefreut, da wir alle sehr lange nicht mehr gesehen haben.

Mit einem gemieteten Minivan sowie einem Fahrer für den ganzen Tag ging es dann auch schon los. Auf dem Programm standen die alten Tempelanlagen von Ayutthaya – etwas außerhalb von Bangkok. Ayutthaya war ein thailändisches Königreich, welches von 1351 bis 1767 existierte. Unter anderem haben wir uns Wat Phanan Choeng, Wat Yai Chai Mongkhol, Wat Phra Si Sanphet, Wihan Phra Trilokkanat sowie Wat Maha That angesehen. Im Vergleich zu der Tempelanlage Angkor Wat in Kambodscha ist die alte Tempelanlage von Thailand nicht über Jahrhunderte verschwunden gewesen, sondern zwischen den einzelnen Tempeln haben sich Häuser und Restaurants angesiedelt. Wie aber auch in Angkor Wat in Kambodscha benötigt man ein Verkehrsmittel um die verschiedenen Tempel zu erreichen. Der vorab gemietete Minivan erwies sich auch als bequemste Entscheidung, da wir nicht ständig von Tempelanlage zu Tempelanlage neue Preise aushandeln mussten. Kostenpunkt: 2.800,- Baht + Benzinkosten, welche in Thailand nicht sehr hoch sind. Und wenn man sich noch den Bus mit Fahrer mit 8 Personen teilt, sind die Kosten für den Einzelnen entsprechend viel günstiger.

Unser Urteil? Sehr empfehlenswert. Teilweise gut erhaltene Tempelanlagen, die wirklich sehr beeindruckend sind. Der Eintritt der Tempelanlagen liegt zwischen 20 – 50 Baht (ca. 0,45 – 1,11 €). Zusätzlich hatten wir den Vorteil, dass Thuns Onkel uns einiges über die Tempelanlagen auf thailändisch erzählen konnte. Thun musste aber natürlich als Dolmetscher fungieren.

Im Anschluss wollten wir noch den Sommerpalast Bang Pa In Palace besichtigen. Leider schliesst dieser für die Öffentlichkeit bereits um 16.00 Uhr (Öffnungszeiten: 8.00 – 16.00 Uhr), so dass wir keine Gelegenheit bekamen den wunderschönen Park und den Palast zu besichtigen. Durch aber die Überredungskunst von Thuns Onkel durften wir noch kurz rein und im Eingangsbereich Fotos machen. Neben dem wirklich schön angelegten Park galt überraschender Weise unsere Aufmerksamkeit den vielen Schildkröten im Wasser, welche aus Neugier uns die Köpfe entgegenstreckten.

Ein kleiner Tipp, den wir gerne alle ans Herz legen wollen, die auch viel Zeit im Ausland verbringen und deutsche Essensgelüste entwickeln oder einfach auch im Urlaub nicht auf deutsches Essen verzichten wollen. Entweder den Supermarkt Villa Market (www.villamarket.com), wo es neben deutschen Wurstwaren, einer guten Käseauswahl weitere internationale Produkte gibt. Oder man besucht das Restaurant Bei Otto (Adresse: 1 Soi Sukhumvit 20, Sukhumvit Rd., Klong toey, Bangkok, 10110, Thailand; Öffnungszeiten: 08.00 – 23.00 Uhr). Neben Restaurants, die oft versuchen deutsches Essen nachzuahmen, kann man hier wirklich authentisches deutsches Essen bekommen. Top-Empfehlung für deutsche Küche!

Ein großes Highlight in Bangkok war zudem der Geburtstag von Marco, welchen wir dem Anlass entsprechend im Restaurant Vertigo im Banyan Tree Bangkok Building gefeiert haben. Neben der sagenhaften Aussicht über ganz Bangkok, kamen wir in den Genuss von wirklich ausgezeichneten Speisen. Unter anderem erfüllte sich auch ein Wunsch von Thorsten und mir mit der Erfahrung, dass wahrlich Steak nicht Steak ist. Mit anderen Worten wir hatten ein Kobe Steak von ausgezeichneter Qualität und Zubereitung. Ein toller Genuss. Ich glaube am Ende des Essens konnte sich keiner von uns mehr bewegen. Nicht einmal das kleine Gastgeschenk des Restaurants wollte jemand mehr mitnehmen, da wir so gesättigt waren.

Hier noch einmal ein großes Dankeschön an das Geburtstagskind, mit welchem wir nicht nur ein tollen Abend hatten, sondern auch selbst einen Wunsch erfüllt bekommt haben. 🙂

Ganz liebe Grüße

U-DID und das Loth

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